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Letzter Einsatz:

17.11.2017

17:09

WASSER

Radekoppel

Beschädigte Hauptwasserleitung durch Baggerarbeiten

Alarmierung

In einem Großstadtgebiet wie Hamburg, mit 87 freiwilligen Feuerwehren sowie ca. 2500 Freiwilligen Feuerwehrleuten, ist es erforderlich, dass ein modernes und flexibles System für die Alarmierung eingesetzt wird. Während die Alarmierung in früheren Zeiten über Telefonketten und Sirenen erfolgte, werden die Einsatzkräfte seit 1978 aus der Rettungsleitstelle (RLST) über Funkmeldeempfänger in Bewegung gesetzt.

Der Pager

Zwischen 1993 und 1996 wurde die Alarmierungstechnik der Feuerwehr Hamburg auf ein digitales Alarmierungsverfahren umgestellt. Seither wurden digitale Meldeempfänger (DME) der Typen Swissphone Patron DE-506 und 516 eingesetzt. Diese Geräte erinnern in Grösse und Form an einen handelsüblichen Pager, sind also kleiner als eine Zigarettenschachtel, und lassen sich problemlos mitführen. Der Akku hält ohne Aufladung mehrere Wochen und es können pro Gerät mehrere Alarmierungsschleifen und Unteradressen programmiert werden, sodass z.B. Führungskräfte sowohl als Einzelpersonen als auch als Mitglied ihrer Wehr alarmiert werden können. Ein Alarm wird auf einem beleuchteten LC-Display angezeigt. Nachdem die DME-Generation Swissphone Patron bzw. Patron pro in die Jahre gekommen ist, werden nunmehr die Geräte des Typs BOSS 925 beschafft und ausgegeben.

Die Meldung

Abkürzungen über die Art des Einsatzes (FEUK für Feuer klein) sowie der Einsatzort und besondere Informationen werden über das Display weitergegeben. Vier unterschiedliche Signaltöne zeigen an, ob es sich bei der Alarmierung um einen Vollalarm, einem Kleinalarm, eine Erstversorgung oder einen Bereitstellungseinsatz handelt. Zusätzlich kann der Träger am DME eine stille Alarmierung per Vibration einstellen. Ein Speicher ermöglicht, dass die letzten 200 Alarmierungen auf dem Display ständig wiederabrufbar bleiben.

Das Einsatzfax

Seit der Einführung der neuen Feuerwehr-Einsatzleitzentrale (FELS), mitte 1998, werden die Wehren zusätzlich zur DME-Meldung, per Fax (ugs. „Depsche“) in ihr Feuerwehrhaus mit weiteren einsatzrelevanten Daten sowie geeigneten Anfahrtswegen versorgt.

Quelle: www.feuerwehr-hamburg.de

Abkürzungen der Schadensarten sowie der Einheiten

 

Die freiwilligen Feuerwehren werden mit ihren jeweiligen Ortsnamen abgekürzt.

Beispiele:

LEMSM           = FF Lemsahl-Mellingstedt

DUVST            = FF Duvenstedt

BERGST         = FF Bergstedt

POPPB           = FF Poppenbüttel
usw.

Die Berufsfeuerwehren werden mit der jeweiligen Wachnummer und dem Fahrzeugkürzel benannt.

Beispiele:

24 KLF           = BF Sasel, Kleinlöschfahrzeug/Führungsfahrzeug

24 HLF1        = BF Sasel, Hamburger Löschfahrzeug 1

24 DL             = BF Sasel, Drehleiter

24 HLG          = BF Sasel, Hamburger Löschgruppe bestehend aus KLF, HLF und DL

24 RTWA       = BF Sasel, Rettungswagen A

24 NEFA        = BF Sasel, Notarzteinsatzfahrzeug A

 

16 KLF           = BF Alsterdorf, Kleinlöschfahrzeug/Führungsfahrzeug

16 HLF1        = BF Alsterdorf, Hamburger Löschfahrzeug 1

16 DL             = BF Alsterdorf, Drehleiter

16 HLZ          = BF Alsterdorf, Hamburger Löschzug bestehend aus KLF, HLF1, HLF2 und DL

16 RTWA       = BF Alsterdorf, Rettungswagen A

16 NEFA        = BF Alsterdorf, Notarzteinsatzfahrzeug A

usw.

 

Alarmarten Brandbekämpfung:
FEU – Feuer

Erweiterungen:

WA – Feuer auf dem Wasser
ZUG – Feuer in einem Zug
TU – Feuer im Tunnel

NOTF – Feuer mit medizinischem Notfall

Ergänzungen:
K – Klein
M – Mittel
2 – 2. Alarmstufe
3 – 3. Alarmstufe
4 – 4. Alarmstufe
5 – 5. Alarmstufe
E – Explosionsgefahr
NA – Feuer mit medizinischem Notfall und Notarzt
X – ABC-Einsatz
Y – Menschenleben in Gefahr
R – Großeinsatz Rettungsdienst

Erweiterungen ohne weitere Ergänzungen:
AUS – Gelöschtes Feuer
BMAM – Brandmeldeanlage Stufe 1
BMA – Brandmeldeanalage Stufe 2

Beispiel einer Feuermeldung:
FEUY – Feuer mit Menschenleben in Gefahr

  

Alarmarten technische Hilfeleistung:
TH – Technische Hilfeleistung

Erweiterungen:
WA – TH auf dem Wasser
ZUG – TH an einem Zug
FLUG – Flugzeug
LKW – Lastkraftwagen

Ergänzungen:
K – Klein
M – Mittel
2 – 2. Alarmstufe
3 – 3. Alarmstufe
4 – 4. Alarmstufe
5 – 5. Alarmstufe
E – Explosionsgefahr
X – ABC-Einsatz
Y – Menschenleben in Gefahr
R – Großeinsatz Rettungsdienst

Beispiel einer Meldung mit TH:
THY – Technische Hilfeleistung Menschenleben in Gefahr

 

Alarmarten im Rettungsdienst:
NOTF – Notfall

Erweiterungen:
H – Notfall mit Hilfeleistungsunterstützung
WA – Notfall auf dem Wasser
BAB – Notfall auf der Autobahn
INF – Notfall Infektionstransport
TV – Notfall Tür verschlossen
KBF – Notfall Krankenbeförderung

Ergänzungen:
NA – Notfall mit Notarzt
R – Großeinsatz Rettungsdienst

Beispiel für Rettungsdienstmeldung:
NOTFNA – Notfall mit Notarzt

 

Sonstige Alarmarten:
PERH – Person erhängt
PSCHL – Person eingeschlossen
TIER – Tier in Notlage
TV – Tür verschlossen
TVNOT – Tür verschlossen, Notfall vermutet
WASSER – in Wohnung, Keller, Straße, usw.
DRZF – Droht zu fallen (Gegenstand, Baum, Ast, usw)
KMF – Kampfmittelfund
KMFE – Entschärfung von Kampfmitteln
HOEKO – Auslösung der Höhenkontrolle Elbtunnel
AUST – Austritt von Gefahrgut
MANV – Massenafall von Verletzten
NIL – Sonstige Lage

 

Betriebszustand Ausnahme:
AUSN_DRZF – Ausnahme droht zu fallen
AUSN_WASSER – Ausnahme Wasser
AUSN_NIL – Ausnahme Sonstige Lage

 

Abkürzungen der Fahrzeuge bzw. Einsatzkräfte

FL – Feuerwehr Leitung
ADI – Einsatzführungsdienst -A-
BDI – Einsatzführungsdienst -B- (10=West, 20=Ost, 30=Süd)
AB – Abrollbehälter
AB ASG – Abrollbehälter Atemschutzgeräte
AB PUV – Abrollbehälter Pulver
AB … – es gibt diverse Ausführungen von Abrollbehältern
ABS ErkKW – ABC-Erkundungskraftwagen
BFW – Befehlswagen
Dekon (P/G) – Dekontaminationsfahrzeug (Personen oder Gerät)
DMF – Dekontaminationsmehrzweckfahrzeug
DL – Drehleiter
GRTW – Großraumrettungswagen
GW – Gerätewagen
GW Rüst – Gerätewagen Rüstausstattung
HLF – Hilfeleistungslöschfahrzeug
KB – Kleinboot
KLF – Kleinlöschfahrzeug
LNA – Leitender Notarzt
NAW – Notarztwagen
NEF – Notarzteinsatzfahrzeug
ORGL – Organisatorischer Leiter Rettungsdienst
RTH – Rettungshubschrauber
RTW – Rettungswagen
RW – Rüstwagen
SB – Schlauchboot
SEG – Schnelleinsatzgruppe
SW – Schlauchwagen
TMF – Teleskopmastfahrzeug
UDI – Umweltdienst
WLF – Wechselladerfahrzeug